Vorbilder

Ab und zu höre ich: „nein, danke, keine Vorbilder! Ich will nur aus mir heraus malen.“

Okay.

Ich vertrete eher die gegenteilige Meinung: „her mit den Lehrpersonen!“ (Man beachte: ich wohne an der Schweizer Grenze. „Lehrpersonen“ ist nicht schön – aber immer noch besser als „LehrerInnen“, oder?)

Zurzeit schaue ich mir ein Buch über Jugendstil an. Die hatten Muster!

 

Ich weiß nicht, ob das gestalterisch der große Wurf ist…

… hätte ich das „aus mir heraus schaffen“ können? – Glaube ich nicht.

Werde ich weitere „Zentangles à la Jugendstil“ malen? – Eher nicht.

Wozu ist das dann gut? – Kann ich nicht sagen. Meine Erfahrung ist, dass alles, was ich ausprobiere, in meine Bilder einfließt. Auch das, was ich verwerfe. Immerhin weiß ich ja dann, was ich nicht will.

Außerdem arbeite ich gerade an einem Bild zum Thema „Vorbilder“. Darauf kommen Paula Modersohn-Becker und Käthe Kollwitz.

In Büchern über „Künstler, die man kennen muss“ sind von ungefähr fünfzig Künstlern, die dargestellt werden, vier Frauen. Das macht mich traurig.

Modersohn-Becker und Kollwitz sind nicht dabei.

 

Pausenzeichen

Manchmal gibt es nichts mitzuteilen. Ich arbeite…

Im Englischen gibt es einen schönen Ausdruck: „…but life got in my way“.

Demnächst mehr!

Inspirationen

Vor kurzem hab ich eine Biografie von Rainer Maria Rilke gelesen.

Und wie das oft so ist – plötzlich taucht er überall auf!

Gestern war ich im Kino:

„Paula – Mein Leben soll ein Fest sein“.

Ein Film über das kurze Leben von Paula Modersohn-Becker. Und zufällig kam auch Rilke vor: er heiratete ihre beste Freundin.

Stefan Schank schreibt in der Biografie über Rilke:

„Rilke versucht in den Elegien zu begründen, warum das Leben des Menschen sinnvoll und in jedem Fall auch wertvoll ist, und er will dabei nicht das Diesseits dadurch mit Sinn erfüllen, dass er ein schöneres Jenseits imaginiert. Die Antwort, die er gibt, lautet apodiktisch: das Leben ist sinnvoll und wertvoll, nicht weil es immer glücklich, sondern weil es immer einzigartig ist.“

Stefan Schank: Rainer Maria Rilke, S. 114

Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München; 1998

Im Film sagt Paula Modersohn-Becker, sie wolle drei gute Bilder malen; drei gute Bilder und ein Kind bekommen. Ihr Leben solle ein Fest sein, ein kurzes, schönes Fest.

Ich glaube, sie hätte verstanden, was Rilke meinte.

Ihre Bilder sind einzigartig; und es sind mehr als drei gute geworden. Sie hat eine Tochter bekommen und starb kurz nach der Geburt an einer Embolie.

„Ach, schade“, sollen ihre letzten Worte gewesen sein.

 

Neue Website

Da mein Webdesigner sich beruflich verändert und das bedeutet, dass ich allein klar kommen muss, haben wir in den letzten Wochen die Website komplett überarbeitet.

Achtung, Baustelle!

(So sieht es gerade vor meinem Atelier aus. Passt, oder?)

Ziel war, sie so stabil zu machen, dass nicht mal ich sie kaputt kriege. Ich hoffe, das klappt!

Und ich habe endlich die Datumsstempel für den Blog bekommen. Die Bilder sind nicht mehr so klein, dass man eine Lupe braucht. Ich muss zwar hier und da noch einiges bereinigen – aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden!

Auf jeden Fall sieht sie schick aus – danke, Andy.

Neues Skizzenbuch

Ich habe ein neues Skizzenbuch – das alte fällt auseinander.

Das Neue hat ein bisschen ein extremes Querformat – mal sehen, ob ich mich daran gewöhnen kann.

Außerdem habe ich neue Fineliner und einen Taschenaquarellfarbkasten!

Musste ich natürlich alles ausprobieren und hab mich mit Christiane in der Skulpturhalle Basel getroffen.

Statuen stehen still. Sehr praktisch.

Und interessante Ornamente gab es auch.

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