Ein Künstlertreff ist ein Ausflug, den man ganz allein unternimmt. Es muss nichts Großes sein: der Ein-Euro-Laden in der Stadt zählt genauso wie der Bahnhofskiosk.
Ich wollte in den Zoo.
Zeichnen.
Draußen war’s zu kalt.
Nicht für die Pinguine. Die fanden’s perfekt.
Ich experimentierte ein wenig mit meiner Kamera…
… hatte eine sehr nette Begegnung mit einem Klippschliefer:
Und zeichnete ein junges Krokodil:
Die Tiere, die ich eigentlich sehen wollte, waren nicht da: Flamingos, Schwäne und Papageien.
Die Kapweber und ihre Kollegen hielten nicht still…
Habe ich schon erwähnt, dass ich keine Autos zeichnen kann? Aber wenn man in einer Einstellhalle für Oldtimer sitzt… und die anderen um einen herum auch Autos zeichnen?
Danke an Imke Kämpf für die Organisation (und den Schokoladenkuchen!).
Bei Interesse kann man sich bei ihr melden: post@imke-kaempf.de
Außerdem haben wir „Landschaft im Schnee“ fotografiert:
Landschaft ist auch sonst nicht mein Thema…
Aber für mich am wichtigsten: ich habe jetzt eine ungefähre Vorstellung, wie ich Bilder, die zu groß zum Scannen sind, fotografieren könnte. Bin gespannt, ob’s klappt!
Stundenlang allein in Stille im Atelier – das ist mein Ding nicht.
Es wäre vielleicht interessant als sprirituelle Praxis – wer weiß, ob sich meine Arbeiten dadurch verändern würden?
Ich höre lieber Hörbücher.
Hier meine Top-Ten-Liste:
mein Lieblings-Sprecher ist Dietmar Wunder. Er kann ein einfaches Wort wie „Schulter“ so mit Bedeutung aufladen, dass man denkt, man ist mit im Raum und spürt die ganze Spannung. Wie er die drei Krimi-Bände – ich hoffe auf mehr – von Robert Galbraith a.k.a. Joanne K. Rowling liest, ist extrem unterhaltsam.
genau wie die bisher fünf Bände von Ben Aaronovitch über Police Constable Peter Grant – einer Mischung aus X-Akten (nur ohne den Schleim) und bestem britischem Krimi – ebenfalls gelesen von Dietmar Wunder.
Äußerst spannend sind die Thriller von Linda Castillo über Kate Burkholder, Polizeichefin von Painters Mill und Ex-Amische. Gelesen von Tanja Geke, ebenfalls mit einer tollen Stimme gesegnet.
Bei der „Chronik des eisernen Druiden“ hab ich mich schlapp gelacht. Wie Stefan Kaminski die Stimmen der einzelnen Figuren „morpht“ ist genial und unterstreicht den absurden Witz.
Auch sehr witzig: Terry Pratchett, „Total verhext“, gelesen von Katharina Thalbach.
Oder: „Ein Fakir für alle Fälle“ von Bjarne Reuter, gelesen von Volker Niederfahrenhorst. (Kann meiner Meinung nach locker mit Rufus Beck und „Harry Potter“ mithalten.) Okay, noch ein Jugendbuch, aber ziemlich anders:
„HALF BAD – Das Dunkle in mir“, geschrieben von Sally Green, gelesen von Oliver Kube. Genug aus der Jugendabteilung?
Dann gibt es ja noch die Abteilung „Historisches“. Hier habe ich viel Zeit mit der Stimme von Johannes Steck und der „Jahrhundert-Trilogie“ von Ken Follett verbracht. Drei Familien, erster Weltkrieg, die Nazizeit, zweiter Weltkrieg, der kalte Krieg… Dazwischen hab ich „Die Brücken der Freiheit“ eingeschoben, das passte perfekt.
Tom Hillenbrand: „Der Kaffeedieb“. Während die „Jahrhundert-Trilogie“ eine Art Zusammenfassung des Geschichtsunterrichts war – wenn auch sehr, sehr gut gemacht – habe ich im „Kaffeedieb“ viel Neues erfahren. Betörend.
Es ist mir ein bisschen peinlich, aber die Liste wäre nicht vollständig ohne „Cotton reloaded“, gelesen von Tobias Kluckert. Die Stories erinnern mich an meine Kindheit, als ich mit neun heimlich angefangen habe, Krimis – und eben auch Jerry Cotton – zu lesen. Nur dass „Phil Decker“ damals ein Mann war, oder täusche ich mich? Tobias Kluckert hat auch so eine Stimme, mit der er mir auch das Telefonbuch vorlesen könnte, und ich würde mir das eine ganze Weile anhören.
Vielleicht mache ich noch eine Liste – mir sind noch einige Bücher eingefallen, die ich auch toll fand. Ist doch immer so, wenn man anfängt, über etwas nachzudenken… als ob man an einer Seerose zieht, und es kommt immer mehr Wurzelwerk nach…
Eine meine ersten Erinnerungen ist: Weihnachtsferien im Schwarzwald… eine weiß lackierte Tür mit geriffeltem Glas… ich male ein Mandala… damals wusste ich natürlich nicht, dass ich ein Mandala male; ein Kreis in der Mitte und mehrere Ringe drum herum, die ich mit verschiedenen Mustern ausfülle.
Ich war ungefähr vier.
Und eigentlich sollte ich schlafen. Das war echt dumm mit der Glastür.
Und dieses „Ding“ mit den Mustern ist mir geblieben:
Daneben hab ich ein paar „one-liners“ gezeichnet:
SchwanPapagei
„One-liners“ sind schnelle Skizzen. Eine Linie, ohne den Stift abzusetzen. Bisher hab ich das nicht gerne gemacht, kein Wunder, oder?
Aber als Lockerungsübung nicht schlecht.
„Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“ ~ Pablo Picasso
2017.
Okay, eine ganz neue Seite aufgeschlagen…
Für dieses Jahr habe ich viele Pläne. Wie immer.
Ich arbeite an einem neuen Projekt (Psst! Großes Geheimnis!).
Ich habe schon sehr lange kein wirkliches Bilderbuchprojekt mehr gehabt. Es ist sehr erfrischend, so einen klaren Fokus zu haben. Ende März möchte ich fünf Illus fertig haben.
Ich träume davon, im April nach Bologna zu fahren, zur Kinderbuchmesse.
Da sie dort keine Kinder wollen, legen sie den Termin meistens vor die Osterferien, was das Ganze etwas schwierig macht.
Dann gibt es ein paar Wettbewerbe.
Den Fotokurs im Januar. (Dringend nötig!)
Fotografieren+Zeichnen im Zolli.
Ich hoffe, es klappt mit der Urban-Sketching-Gruppe.
Weiter in meinen Malkurs.
Bin gespannt, was sich tut.
Ich wünsche allen ein erfülltes Neues Jahr, neue Anfänge, friedliche Abschiede und viele liebevolle Begegnungen!
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