Rainer Maria Rilke: Die Flamingos

Die Flamingos

Jardin des Plantes, Paris

In Spiegelbildern wie von Fragonard

ist doch von ihrem Weiß und ihrer Röte

nicht mehr gegeben, als dir einer böte,

wenn er von seiner Freundin sagt: sie war

noch sanft von Schlaf. Denn steigen sie ins Grüne

und stehn, auf rosa Stielen leicht gedreht,

beisammen, blühend, wie in einem Beet,

verführen sie verführender als Phryne

sich selber; bis sie ihres Auges Bleiche

hinhalsend bergen in der eignen Weiche,

in welcher Schwarz und Fruchtrot sich versteckt.

Auf einmal kreischt ein Neid durch die Volière;

sie aber haben sich erstaunt gestreckt

und schreiten einzeln ins Imaginäre.

Noch einmal am „Originalschauplatz“ – dem „Jardin des Plantes“ in Paris. Leider waren die Flamingos so weit weg – ich vermute wegen der Vogelgrippe?

Dafür konnte ich im Basler „Zolli“ diesmal ganz dicht ran:

Am vergangenen Samstag trafen sich dort die Urban Sketchers Dreiländereck. Die Tiere waren nach einigen kalten Tagen froh, mal wieder draußen sein zu dürfen.

Sogar die „langsamen“ Tieren wie: Flamingos, Elefanten und Nashörner waren sehr bewegungsfreudig:

Aber im Vivarium die Schildkröten zu zeichnen, wäre doch zu schade gewesen!

 

 

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