Okay. Blumen sind nicht cool.
Herzchen auch nicht.
Gewalt ist nicht süß.
Ich male beides.

The magic of flowers for your everyday life
Design and Painting – Inspired by the Beauty of Nature
„Inspiration follows action“.
Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe.
Schon mal von der Muse geküsst worden? Fühlt sich toll an, oder?
Aber meistens passiert das, wenn man es gar nicht brauchen kann. Kurz vor dem Einschlafen („ich werde mich morgen früh daran erinnern, ganz sicher!“)
Beim Autofahren (hinter mir drängelt einer, keine Chance anzuhalten…). Oder beim Einkaufen („Was war das, was ich noch ganz dringend brauchte?“).
Und dann sitzt du vor dem leeren Blatt Papier und wartest auf deine Muse – aber die ist wohl anderweitig beschäftigt.
Jetzt hast du die Wahl: aufgeben oder dran bleiben.
Machen oder nicht machen.
Aber was machen, wenn einem nichts einfällt?
Mal angenommen, du hattest keine Idee, was du eigentlich machen wolltest. „Irgendwas malen eben“. Dann könntest du…
Für diese Übungen brauchst du keine große Ausrüstung. Eine Ecke am Küchentisch, Papier und Bleistift reicht.
Und meistens, wenn man mal angefangen hat, fällt einem etwas ein. Die Muse wird nämlich von kreativen Unternehmungen angelockt.
Sie will dann mitmachen!
Es gibt Dinge… ich hätte mir gewünscht, dass mir das jemand gesagt hätte, als ich anfing…
Vielleicht wäre es ein bisschen leichter gewesen. Ich erinnere mich an die Zeit, als ich sechzehn war und dachte, es gäbe nichts mehr, was ich noch tun könnte… nichts Neues… alles schon mal da gewesen…
Und dieses Gefühl, dass da ein bestimmter „Look“ ist, der meiner ist, aber ich komme da einfach nicht hin… (hab ich heute noch oft).
Flora Bowley gibt zehn gute Tipps, wie man seinen Stil finden kann.
Da draußen sind Millionen Stile unterwegs. Es ist sehr verführerisch, zumindest Tausend davon „anzuprobieren“. Aber so funktioniert das nicht, nicht wahr? Obwohl es gut ist, sich umzuschauen – zum Beispiel haben ja viele der großen Künstler der Neuzeit im Louvre die alten Meister kopiert – ist „der eigene Stil“ ein „inside job“.
Es beginnt damit, „Inspiration zu sammeln“. Und ich möchte hinzufügen: sich zu erlauben, Inspiration zu sammeln. Das bedeutet, sich dafür Zeit zu nehmen – und wer hat schon Zeit? Stehen zu bleiben und ein Foto von einem Fleck auf dem Boden zu machen, der aussieht, wie… (danke, Carla!). Eine Freundin um ein Stück Geschenkpapier zu bitten, weil das Muster so schön ist…
Den ganzen Artikel gibt es hier:
https://florabowley.com/ten-things-can-right-now-discover-one-kind-style/
Ein Fall von „Inspiration“: Elektrokasten in einer Unterführung.
Ich wohne in einer kleinen Stadt. Ungefähr 35000 Einwohner. Nicht viele Künstler um mich herum.
Das Internet. Auf einmal war ich nicht mehr auf Zufallstreffer in der Buchhandlung (siehe: „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron – das Buch, das mein Leben verändert hat) oder Kurse verschiedener Träger angewiesen (und ich habe viele Kurse gemacht!).
Auf einmal war da eine ganze Welt!
Es gab Foren, Blogs und Webseiten. Einige gefielen mir besser als andere. Hier meine Top Five:
Die Flamingos
Jardin des Plantes, Paris
In Spiegelbildern wie von Fragonard
ist doch von ihrem Weiß und ihrer Röte
nicht mehr gegeben, als dir einer böte,
wenn er von seiner Freundin sagt: sie war
noch sanft von Schlaf. Denn steigen sie ins Grüne
und stehn, auf rosa Stielen leicht gedreht,
beisammen, blühend, wie in einem Beet,
verführen sie verführender als Phryne
sich selber; bis sie ihres Auges Bleiche
hinhalsend bergen in der eignen Weiche,
in welcher Schwarz und Fruchtrot sich versteckt.
Auf einmal kreischt ein Neid durch die Volière;
sie aber haben sich erstaunt gestreckt
und schreiten einzeln ins Imaginäre.
Noch einmal am „Originalschauplatz“ – dem „Jardin des Plantes“ in Paris. Leider waren die Flamingos so weit weg – ich vermute wegen der Vogelgrippe?
Dafür konnte ich im Basler „Zolli“ diesmal ganz dicht ran:
Am vergangenen Samstag trafen sich dort die Urban Sketchers Dreiländereck. Die Tiere waren nach einigen kalten Tagen froh, mal wieder draußen sein zu dürfen.
Sogar die „langsamen“ Tieren wie: Flamingos, Elefanten und Nashörner waren sehr bewegungsfreudig:
Aber im Vivarium die Schildkröten zu zeichnen, wäre doch zu schade gewesen!