Fundstücke

Elektrokasten

Tolles Bild – oder? Erinnert mich an die abstrakten Expressionisten der fünfziger Jahre.

Ich wünschte, das wäre meins.

Ist aber die Oberfläche eines Elektrokastens.

Heute habe ich wieder an ein paar „Chaos“-Bildern gearbeitet.

Tropfen umgekehrt

Erdnuss

Immerhin schon mehr Textur…

… und für richtig tolle abstrakte Bilder hier gucken:

http://www.limandeskratzer.de

31. Juli 2016

Gestern habe ich das Bild vom Wurzelchakra doch … beendet. Großes Fragezeichen. Aber hier ist es:

chakra_wurzel

Als Bild an sich finde ich es nicht besonders spannend.

Kürzlich habe ich einen Vortrag über Symbole angehört. Wo soll ich nur anfangen? Es war wirklich beeindruckend.

Ein Zeichen ist ein Zeichen ist ein Zeichen. Nichts weiter. Es sagt genau das, was es sagen soll: Kleidungsstück bei 30 Grad waschen. Spülmaschinenfest. Parken verboten.

Ein Symbol dagegen… ein Symbol weist über sich hinaus. Vier Blütenblätter um ein Zentrum und alles in Rottönen? Die Vier ist die Zahl der Erde. Rot ist ihre Farbe. Es ist die Farbe des Wurzelchakras, das mit dem körperlichen Überleben, materiellem Besitz und der Zugehörigkeit zu einer Familie (Stamm) zu tun hat.

So oder ähnlich steht es in jedem einschlägigen Buch.

Hilft das weiter?

Das Ding mit Symbolen ist, dass je länger man sich damit beschäftigt, desto tiefer und weiter kann das Verständnis werden. Wie bei einem Eisberg.


20160720_112550

(Meine Notizen aus dem Vortrag.)

Oben das soll der Eisberg sein. Die Spitze ragt über dem Wasserspiegel auf. Das ist das, was man zum Beispiel in einem Buch über Chakren lesen kann. Der Teil darunter ist bekanntlich viel größer.

Interessant, dass man die verschiedenen Teile des Unbewussten am besten über ein Bild erklären kann. Bild = Symbol?

C. G. Jung hat sich intensiv mit Symbolen und dem Unbewussten beschäftigt. Das Unbewusste besteht aus verschiedenen Schichten. Die Inhalte sind, je weiter sie von der „Bewusstseinsschwelle“ (= dem Wasserspiegel) entfernt sind, um so allgemeingültiger. Ein Japaner verbindet mit „Baum“ vielleicht eine Erinnerung an das Kirschblütenfest. Ein Aborigine Schutz vor der Sonne oder die Markierung eines heiligen Ortes. Ein Deutscher den Birnbaum in Omas Garten. Aber je mehr sie sich mit dem Symbol des Baumes beschäftigen und die rein persönliche Ebene verlassen, desto mehr werden sie sich in ihren Mitteilungen annähern.

Einige Interpretationen nachzulesen unter: http://www.symbole-wiki.de/index.php/Baum

Was heißt das fürs Malen?

Bilder haben von vorne herein eine Verwandtschaft zu Symbolen. Viele Maler haben ihre Bilder mit Symbolen angereichert; man denke nur an Frida Kahlo. Und die Bilder der niederländischen Barockmalerei haben doppelte und dreifache Böden: man kann sie nur verstehen, wenn man die Symbole darin interpretieren kann.

Das heißt, Bilder mit Symbolen sind in einen Kontext eingebettet. Sie stehen nicht für sich allein. Sie sind mehr als das, was oberflächlich gesehen, zu erkennen ist.

Praktisch. Das Symbol ist mit Bedeutung aufgeladen und erzeugt so etwas wie ein Kraftfeld. Dieses Kraftfeld teilt sich dem Betrachter mit – jedenfalls wenn derjenige bereit ist, sich etwas Zeit zu lassen.

Ob ich weitere Chakren malen werde?

Und das Blümchenmuster unter dem Eisberg stammt von der Jacke der Frau vor mir. Also kein Symbol.

Mein Dank an Michael Till. http://www.symboledeslebens.de/

Wann „funktioniert“ ein Bild?

Wenn es draußen heiß ist, ist es im Atelier angenehm kühl. Trotzdem komme ich nicht so recht vom Fleck.

Das „Gewaltpräventions“-Bild ist fertig – aber ich scheitere seit Tagen an den technischen Gegebenheiten, wenn ich es hochladen will. Ich sollte den Leuten am anderen Ende vielleicht Schokolade schicken – als Dankeschön, dass sie meine ganzen fehlgegangenen Formulare suchen…

Die Postkarten von den „Schwarzen Blumen“ sind inzwischen auch angekommen. Es ist interessant, welche Motive „funktionieren“ und welche nicht.

Schwarze Blumen2

Ich habe zwei „Chaos“-Bilder, von denen ich nicht weiß, ob sie fertig sind, oder nicht:

30_fön          30_wintergarten

Durch das extreme Hochformat ist die Komposition schwer zu beurteilen.

Überhaupt: wie beurteilt man, ob ein Bild „fertig“ oder „gut“ ist oder „funktioniert“?

Bei mir stellt sich dann ein Körpergefühl ein, das ich „es schwingt“ nenne. Ich arbeite so lange an einem Bild, bis es „klick“ macht und es schwingt. So ähnlich wie bei einem Mobile von Calder.

Eine Freundin von mir „sieht“, wenn es gut ist. Wie ein Leuchten.

Vielleicht hat es also mit den bevorzugten Wahrnehmungskanälen zu tun? Ich bin stark kinästhetisch ausgerichtet – also wie sich Dinge anfühlen, meine „Lage im Raum“, die Temperatur…

Ob es auch Gestalter gibt, die ein „gut“ hören? Oder Tänzer, für die eine Choreografie leuchtet?

Dabei bleibt für mich die Frage offen, ob ich nicht manchmal auch zu sehr in meinen Erfahrungen gefangen bin. Vielleicht könnte ein Bild auch „funktionieren“, und ich bin nur nicht in der Lage, es zu erkennen?

Ist es deshalb wichtig, Kunst von anderen anzuschauen? In Museen zu gehen? Neue Techniken und Materialien auszuprobieren? Den Brunnen zu füllen?

Out of the Box

Malen „en plein air“

Der Sommer ist da. Ferienzeit – jedenfalls was den Malkurs angeht, den ich seit ungefähr 17 Semestern besuche. Irgendwie habe ich den Überblick verloren: es ist so eine gewaltige Zahl.

Christiane und ich sitzen im Malkurs zusammen am Tisch und haben können gut nebeneinander arbeiten. Heute kam sie mich besuchen. Und weil es so schön war, haben wir draußen gemalt:
Christiane beim Malen
Christiane + ich beim Malen Kopie

Mein Thema war das Wurzelchakra.

20160719_205959

Vor zwei Jahren habe ich ein Projekt angefangen, das aber nie so richtig was wurde. Damals habe ich ein Papier aufgeklebt, was mir jetzt gerade recht kam:

20160720_112659

Ich male gerne auf Untergründe, die schon „was drauf haben“.

Ich wollte ein „einfaches“ Bild malen. Das war ziemlich schwer! Ich gehe beim Malen immer Risiken ein. Ich zerstöre das Bild, um es aus den Ruinen wieder auferstehen zu lassen.

 „Die Lust der Zerstörung ist gleichzeitig eine schaffende Lust.“
Michail Alexandrowitsch Bakunin.
Deshalb brauche ich auch lange, um ein Bild fertig zu bekommen: ich übermale, male neu, überklebe, fange von vorne an… auf der Suche nach dem „richtigen Bild“.
Und jetzt habe ich ein weiteres angefangenes Bild. Werde ich weiter dran arbeiten? Teile zerstören und neu malen? Will ich das? Und was, wenn nicht?

Zwischenbericht

Jeder Mensch hat seine persönliche Handschrift. Jeder Künstler hat seinen „Stil“.

Ich pendle zwischen den Polen „Rumpantschen“ und „Details zeichnen“ hin und her. Und nein, ich habe nicht das Gefühl, dass ich meinen Stil nicht gefunden habe.

20160711_175448

Das ist ein Bild der „Gewaltpräventions“-Serie, an der ich gerade arbeite. Man kann die Teeflecken erkennen, oder?

In groß und mit Tusche statt Tee sieht das dann so aus:

P7061029 〈Wolfenbüttel 2014〉

Daneben habe ich einige kleine „Chaos“-Bilder angefangen: ich kann einfach kein Papier und keine Farbe wegwerfen.

20160711_175549

Die werden noch. Und das Bild oben ist auch noch nicht fertig. Morgen ist der Tee getrocknet und ich kann weiter machen.

Fast fertig sind dagegen die ersten fünf Bilder der „Schwarze Blumenbilder“-Serie.

20160711_175602

Ich muss mich mal damit beschäftigen, wie man Bilder gut fotografiert.

Und zwischendurch ist noch ein Zentangle entstanden:

Zentangle5

Fortsetzung folgt…

 

Cookie-Einstellungen
Auf dieser Website werden Cookie verwendet. Diese werden für den Betrieb der Website benötigt oder helfen uns dabei, die Website zu verbessern.
Alle Cookies zulassen
Auswahl speichern
Individuelle Einstellungen
Individuelle Einstellungen
Dies ist eine Übersicht aller Cookies, die auf der Website verwendet werden. Sie haben die Möglichkeit, individuelle Cookie-Einstellungen vorzunehmen. Geben Sie einzelnen Cookies oder ganzen Gruppen Ihre Einwilligung. Essentielle Cookies lassen sich nicht deaktivieren.
Speichern
Abbrechen
Essenziell (1)
Essenzielle Cookies werden für die grundlegende Funktionalität der Website benötigt.
Cookies anzeigen