Art Retreat in Spanien 2022

Landschaft rund um das Retreat Center
Landschaft rund um das Retreat Center

Drei Dinge, die ich gelernt habe:

  1. Wasserfarben sind nicht mein Ding. Es hat schon seinen Grund, warum ich lieber Acrylfarben benutze. Ich bin zu ungeduldig für die transparenten Farben und habe oft keine Ahnung, was ich machen will. Für Wasserfarben muss man planen.
  2. Wie man Reels macht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das hinkriege! Mal wieder… Vor allem „Technischen“ schrecke ich erstmal zurück. Hier kannst du meine Reels anschauen: https://www.instagram.com/irenepacha.de
  3. Wenn man Leute näher kennenlernt, verschwinden die Unterschiede. Ich war die einzige Nicht-Englisch-Sprachige. Am Anfang war das echt anstrengend! Vor allem, weil die einzige andere Sprache Spanisch war – das ich wirklich schlecht spreche. Ich kam mir vor wie das hässliche Entlein aus dem Märchen. Aber nach ein paar Tagen war das egal. Was zählte, waren die Beziehungen, die sich entwickelten. Die Unterstützung und die Ermutigung, die halfen, die eigene Komfortzone zu verlassen. Einen Reel machen? Yep. Ein Portfolio-Review? Klar. Ein Fotoshooting mit Adam? Gehört dazu!
Weißes Dorf in Spanien
Weißes Dorf in Spanien

Vielen Dank an Cat Coquilette, Logan Elliot, Adam Palmeter, Antonio von LuciaYoga, Ana von uptrek.com und den tollen Frauen in der Gruppe.

„Bonjour, Madame.“

Diesmal muss ich etwas übers Blogschreiben an sich sagen.

Lange Zeit dachte ich, dass ich Bildvorlagen verwenden darf, wenn ich sie selbst abmale. Irrtum!

Ende Mai kam das DSVOG und machte alles noch schwieriger. Personendaten sollen stärker geschützt werden. Nun heißt es: „Guten Tag, Frau…?“ Auf französisch kann das charmant sein. Auf deutsch finde ich es unhöflich.

Namen dürfen nicht mehr genannt werden. Fotografieren? Besser haarscharf daneben – zum Schutz des Rechts am eigenen Bild.

Schreiben ohne zu benennen.

Illustrieren ohne Bildmaterial zu verwenden, das nicht alt ist. (Laut Urheberrecht muss der Fotograf seit mindestens 70 Jahren tot sein. Nachweislich.) Also sind aktuelle Themen schwer darzustellen, es sei denn man besorgt sich die Rechte dazu (ein unglaublicher Aufwand) oder ist sehr risikobereit.

„Ich sage nichts ohne meinen Anwalt“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.

Man stelle sich nur Andy Warhol in dieser Situation vor. Marilyn Monroe? James Dean? John F. Kennedy? Die Death and Disaster Serie? No way!

Ich habe einige E-Mails bekommen, in denen es um das DSVOG geht – schließlich betreibe ich eine Webseite. Leider konnte ich das nicht einfach weg klicken. Aber ganz ehrlich: richtig verstanden habe ich die Inhalte der E-Mails auch nicht.

Grundsätzlich sammle ich keine Daten, gebe sie nicht weiter und verkaufe sie nicht.

Am Wochenende war ich in der Fondation Beyeler und habe mir die Ausstellung „Bacon – Giacometti“ – zwei meiner absoluten Lieblinge – angeschaut. Ich sag das jetzt einfach mal so. Keine Ahnung, ob ich das darf.

Danach habe ich ein kleines Bild gemalt.

Sagen wir einfach, dass das eine Umsetzung eines Bildes nach Velazquez ist. Mich interessierte die schiere Macht, die dieser Mann besaß.

Zufällig gibt es in der Ausstellung ein Bild von Francis Bacon zu der gleichen Vorlage…

Bacon ist leider noch nicht lange genug tot, als dass ich mich auf ihn beziehen könnte. Velazquez schon.

Und was ist mit meiner Sammlung Fotos aus der Stadtlandschaft?

Muss ich wirklich erst die Rechtslage recherchieren?

Interessanterweise sind Briefmarken gemeinfrei – ich darf sie also problemlos verwenden.

Und meine Serie von Fotos aus dem Holocaust? Da ist es wirklich schwierig zu sagen, wem die Rechte an den Vorlagen gehören. Wenn ich Anne Frank abmale – ist dann die „Schöpfungshöhe“ hoch genug? (So dass das Bild als eigenständiges Kunstwerk bestehen kann?)

Und wie ist das, wenn ich „Seiltänzer“ google?

Wie ist hier die Schöpfungshöhe?

Ich bin sehr für den Schutz persönlicher Daten. Aber ich frage mich doch, ob es hier nicht die Falschen trifft?

Die Kinderbuchmesse in Bologna

Bologna Children’s Book Fair 2018…

                        

… immer eine Reise wert.

Besonders interessant fand ich die „Illustrator’s Exhibition“. Der Trend scheint in Richtung „handgemacht“ zu gehen – besonders gerne mit Buntstiften.

Gute Gespräche, neue Ideen.

Habe ich erwähnt, dass es die größte Kinderbuchmesse der Welt ist? Und dass Kinder unerwünscht sind?

Bologna ist eine schöne Stadt. Ich habe ein bisschen gezeichnet.

Florenz…

Rimini…

Und im Stau vor dem Gotthard hatte ich auch Zeit:

Zufall und Inspiration

Man nehme eine alte Zeitung als Unterlage. Darauf lege man gebrauchte Blätter und streiche darauf Farbreste aus.

Nach einer Weile sieht die Zeitung so aus:

Sieht nach nicht viel aus?

Man muss genau hinschauen…

… kleine „Kompositionsskizzen“.

Und aus einem darunter liegenden Blatt:

Ich arbeite gern mit dem Zufall.

Und ich sammle. Muster zum Beispiel.

Bei der nächsten Arbeit habe ich die gesammelten Muster, ohne mir vorher einen Plan zu machen, auf ein großes Blatt geklebt. Ein bisschen Tee darüber getropft. Das Ganze zerschnitten und gefaltet. Und dann bearbeitet:

Ich glaube, mit Zentangles reicht es mir erst einmal.

Statt dessen male ich – für meine Verhältnisse – große Bilder: 67 x 91 cm.

Noch unvollendet…

Postkartenfestival in Basel

Am 4. November findet im Unternehmen Mitte das diesjährige Postkartenfestival statt.

Herzliche Einladung!

Ich arbeite gerade mit Hochdruck an meinen Postkarten.

Das wird keine Kunst – aber ich lerne.

Es gibt viele gute Bücher über künstlerische Techniken: Aquarellmalen. Zeichnen. Zeichnen mit Pastellkreiden. Malen mit Acryl. Neue Experimente mit Acryl. Acryl und Rost. Mixed Media. Linolschnitt. Stempel schneiden. Die Liste lässt sich fortsetzen…

Was mich aber mehr interessiert, ist so etwas wie „künstlerische Forschung“. Das Experiment in einem festgesetzen Rahmen. Und hier bin ich wieder bei der Postkarte angekommen: das Format ist klein – 148mm x 105mm. Oder andersrum: 105mm x 148mm.

Außerdem habe ich mich entschieden, diesmal mit Waagrechten und Senkrechten zu arbeiten.

Farbe spielt bisher noch keine große Rolle. Vielleicht kommt sie noch.

Bisher habe ich neun Postkarten, alle ganz hübsch, aber diese drei finde ich von der Komposition her gelungener als die anderen.

Warum? Vielleicht finde ich die Antwort, wenn ich die hundert Postkarten fertig habe. Na ja, vielleicht werden es nicht ganz hundert…

Übung macht den Meister, oder?

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